Rosenblüten (essbar)

Essbare Blüten bereichern die orientalische und asiatische Küche schon seit vielen Jahren, doch inzwischen lassen sich auch in unseren Breitengraden ausgefallene Rezeptideen finden, die verschiedene essbare Blüten zum Aufpeppen bekannter Gerichte nutzen. Der neueste Trend beschäftigt sich mit der Verarbeitung und Verkostung von Rosenblättern. Bereits vor Jahrhunderten wurde mit den Blütenblättern der Rose gekocht, kandierte Rosenblätter zählten schon damals zu den begehrtesten Köstlichkeiten der Rohkostküche.

Blütenblätter zum Genießen: essbare Rosensorten im Überblick

Generell eignen sich alle ungespritzten Duftrosen zum Verzehr. Besonders beliebt sind essbare Blüten der Bauern- und Hundsrosen sowie Kartoffelrosen und Gebirgsrosen. Die Hagebutten der Hundsrosen sind hierzulande genauso populär wie die dickfleischigen und teigigen Hagebutten der asiatischen Kartoffelrosen. Während die Rosenblätter der Wildrose einen leicht süßen und zarten Geschmack abgeben, munden andere Rosensorten eher süßsauer. Das hängt auch von der Erntezeit ab – je reifer, desto süßer.

Essbare Rosenblüten

Rosen tragen essbare Blüten, die Blätter sind jedoch ungenießbar

Speziell für die Küche: die Gourmet-Rose

Die Gourmet-Rose Rosella ist eine Neuheit im Bereich der Rosenzüchtung. Der Anbau der mehrjährigen Pflanze erfolgt nach den Methoden des biologischen Pflanzenschutzes und ist nach dem Lebensmittelstandard QS-GAP zertifiziert. Die zarten Blütenblätter der essbaren Rose erscheinen in einem kräftigen Champagner-Creme oder Apricot-Ton. Das Aroma ist leicht herb.

Die Verwendung der essbaren Blüten der Rosella

Für den Verzehr sind einzelne Blütenblätter und die ganze Blüte geeignet. Die Laubblätter der Rose sind nicht essbar. Beliebt sind die essbaren Bütten als Garnitur auf einem sommerlichen Salat. Aber auch kandiert schmecken die Rosenblätter der Rosella ausgezeichnet. ⇝ Zu den Rezepten ⇜


Nährstoffe essbarer Rosenblüten

Rosen enthalten viele vitalisierende Nährstoffe:

  • Vitamin A
  • natürliches Vitamin C
  • sowie Vitamin B1 und B2

Diese Vitamine fördern den Schutz vor Infektionen und haben eine harmonisierende Wirkung. Essbare Blüten diverser Rosensorten sind zudem ähnlich der süßen Frucht der Erdbeerpflanzen gut für Herz und Kreislauf. Rosen wirken ausgleichend, Immunsystem stärkend und zugleich beruhigend. Nicht nur der Geschmack, sondern auch Aroma, Duft und Farbe tragen zu einem ausbalancierten und gesunden Organismus bei.

Essbare Blüten ohne Bedenken genießen

Die Samen der Hagebutten sollten vor dem Verzehr entfernt werden, da sie Juckreiz und Allergien hervorrufen können. Zudem muss beim Kauf von Duftrosen unbedingt darauf geachtet werden, dass diese unbehandelt sind. Generell können die Hagebutten nach Entfernung der Samen/Nüsschen bedenkenlos verzehrt werden. Selbst nach dem Winter können die im eigenen Garten am Rosenstrauch verbliebenen durchgefrorenen Blätter verarbeitet werden. Auch gekaufte, speziell für den Verzehr vorgesehene Rosenblüten können problemlos eingefroren und jederzeit wiederverwertet werden. Doch vor allem die Blüten Garten-eigener Rosen können ohne Bedenken genossen werden.

Haltbarkeit verlängern

Ein natürliches Konservierungsmittel, das essbare Blüten länger haltbar macht, ist Zucker.

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[fusion_tab title=“Schritt 1″]Vor der Konservierung sollten die Rosen gesäubert werden. Die zarten Blütenblätter zu waschen, empfiehlt sich jedoch nicht. Die essbaren Blätter können mit einem feinen Pinsel leicht “abgebürstet” oder mit einem Fön (Kaltluft) gesäubert werden.[/fusion_tab]
[fusion_tab title=“Schritt 2″]Im zweiten Schritt wird ein Gemisch aus Gummiarabikum und destilliertem Wasser vorbereitet. Je Rosenblüte ein Teelöffel Gummiarabikum und Wasser verwenden. Das Pulver nach und nach ins Wasser geben und nicht komplett, da die Masse sonst verklumpt.[/fusion_tab]
[fusion_tab title=“Schritt 3″]Als nächstes kann das Backpapier mit Zucker beschichtet und das Gemisch aus Gummiarabikum und destilliertem Wasser vorsichtig auf die essbaren Blütenblätter der Rose aufgetragen werden.[/fusion_tab]
[fusion_tab title=“Schritt 4″] Bevor die Trocknung bei etwa 40° C im Backofen beginnen kann, werden die Blätter, die auf dem Backblech Platz gefunden haben, mit reichlich Zucker bedeckt. Das Trocknen kann 2-6 Stunden betragen.[/fusion_tab]
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Diese Gerichte harmonieren mit Rosenblättern am besten

Rosenblätter eignen sich sowohl zum Würzen von Wildgerichten als auch zur Verarbeitung von Süßspeisen. Zurzeit liegen folgende Spezialitäten im Trend: Rosenmus oder -marmelade und kandierte Rosenblätter, zudem diverse Zugaben von Rosenblättern in Likör, Bowle, Eis oder Gebäck und sogar Diät Drinks. Jedes Gericht gewinnt durch die Beigabe essbarer Blüten an Mehrwert bezüglich Geschmack, Geruch und Aussehen. Oftmals werden zu einem herrkömmlichen Gericht kandierte Rosenblätter als besonderes Extra oder Dessert gereicht. Kandierte Rosenblätter sind sehr leicht und lediglich durch Zugabe von Eiweiß und Puderzucker zuzubereiten. Essbare Blüten können beliebig und je nach Geschmack über jede Hauptspeise oder Salatvariation gestreut werden. Als weiterer Nachspeise-Trendsetter fungiert gerade zur Sommerzeit Lavendeleis mit Rosenblättern und Pistazien. In der Winterzeit greift man eher zu Rosen-Kipferln oder Krapfen.

Rezepte mit essbaren Rosenblüten

Rosenblüten Marmelade

Rosenblüten-Marmelade

Zutaten

  • 1 l Wasser
  • 2 kg Zucker
  • 2 Zitronen (Saft)
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 250 g frische Rosenblätter

Zubereitung

Frische Rosenblätter dem eigenen Garten entnehmen oder im Handel erwerben, waschen und gut abtropfen lassen. Die hellen Enden abschneiden, da diese meist sehr bitter schmecken und die essbaren Teile der Blüten mit einer Tasse Zucker bestreuen. Gut durchkneten. Den restliche Zucker in einen Topf geben und mit Wasser überdecken.

Bei mittlerer Hitze langsam zu Sirup einkochen, Rosenblätter hinzugeben und ca. 4 Minten kochen lassen. Die Zitronen entsaften, Saft dazugeben und nochmal aufkochen. Sobald sich die Maße verfestigt hat, ist die Rosenblüten-Marmelade fertig. Den Schaum abschöpfen, passende Gläser mit etwas Rum ausspülen und mit Marmelade auffüllen. In ruhe abkühlen lassen und genießen.

Grüner Rosenblüten-Tee

Zutaten

  • 250 g Rosenblüten
  • 2 Bund Zitronenmelisse
  • 1 großes Blatt Süßdolde
  • 75 g Apfel- & Orangenminze
  • 75 g Ingwer- & Pfefferminze

Zubereitung

Die frischen Blätter der Kräuter von den Stielen abtrennen und gemeinsam mit den Rosenblüten, den weißen, bitteren Teil der Blüte entfernen, trocknen lassen. Prinzipiell lassen sich alle Pflanzenteile der Kräuter verwenden, jedoch sind junge Blätter, die nicht allzu dicht am Boden wachsen, am besten geeignet. Sind die Zutaten trocken, kann der Tee zubereitet werden: etwa 2 Teelöffel pro Tasse und 10 Minuten ziehen lassen.

Rosenmus als Dessert Beilage

Zutaten

  • 250 g Rosenblüten
  • 100 ml Rosenwasser
  • 350 g Gelierzucker

Zubereitung

Frische Rosenblüten vorsichtig säubern und das weiße Ende abtrennen. Die essbaren Rosen in eine Schüssel geben und den Gelierzucker dazumischen. Die Blüten mit einem Mörser zerstoßen und Rosenwasser dazugeben.

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